Die Popmusik entstand etwa Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie vereinigt in sich Einflüsse des Blues, Rock ‘n Roll und der Beatmusik. Ebenfalls sind folkloristische Einflüsse der jeweiligen Länder vorhanden. Deutsche Popmusik entstand insbesondere auf Grundlage amerikanischer und englischer Einflüsse. Sie stellte schon sehr bald eine ernsthafte Konkurrenz zum deutschen Schlager dar.
Mit dem Blues fing alles an
Der Blues kann getrost als die Mutter oder der Vater der modernen Musik bezeichnet werden. Ende des 19. Jahrhunderts entstand in den USA der Blues als eine Art Protestmusik. Die verschiedenen Formen prägten sich aus und wurden ständig weiterentwickelt. Die weiße Bevölkerung der USA bevorzugte die Country Musik. Als in den 50er Jahren Elemente des Blues mit Elementen des Country verschmolzen wurden, galt dies als musikalische Revolution. Der Rock ‘n Roll entstand als eine Musikform, die – erstmals in der Geschichte Amerikas – die Rassenschranken zwischen Schwarz und Weiß sprengte. Die Entwicklung des Rock ‘n Roll wurde besonders von Musikern wie Chuck Berry, Little Richard oder auch Elvis Presley vorangetrieben. Letzterer sorgte für einen enormen Hype und trug maßgeblich dazu bei, dass die „weiße“ Countrymusik mit dem „schwarzen“ Rhythm and Blues verbunden wurde. Rock ‘n Roll war “in” und schwappte schon bald auch auf Europa über. Der in München geborene Österreicher Peter Kraus war einer der ersten deutschen Popkünstler der den Rock ‘n Roll für sich entdeckte und auch zu seiner Musik machte. Auch auf den Britischen Insel war Rock ‘n Roll in aller Munde: Die Amerikaner bekamen mit Tony Sheridan und Cliff Richard weitere ernsthafte Konkurrenz.
Grundlegende Wandlungen im Sound
Anfang der 60er tauchte plötzlich eine Band am Pophimmel auf, welche die Popgeschichte maßgeblich revolutionieren sollte. Die Beatles aus dem englischen Liverpool, schafften ausgerechnet in der deutschen Stadt Hamburg einen sensationellen Durchbruch und halfen somit auch der deutschen Popmusikszene gehörig auf die Sprünge. Es dauerte auch gar nicht lange, bis in Deutschland neue Popgruppen buchstäblich wie Pilze aus der Erde schossen: Die Rattles waren eine der ersten. Allmählich vollzog sich – neben der Entwicklung des deutschen Schlagers – eine Entwicklung der deutschen Popmusik. Der Sänger und Komponist Drafi Deutscher versuchte Elemente des Beats in seine, bis dahin recht schlagerhaften, Titel einzubringen und war damit megaerfolgreich. Mit dem Titel “Marmor, Stein und Eisen” schuf er einen richtigen “Gassenhauer” der nun schon, über Generationen hinweg, junge und alte Fans gleichermaßen begeistert. Vor allem zwei Tendenzen wurden bei der deutschen Popmusik deutlich. Zum einen waren dies modernisierte Schlager und zum anderen richtige rockige Titel. Ende der 70er Jahre tauchte mit Frank Farian ein wahres Genie am deutschen Pophimmel auf. Sein Titel “Rocky” wurde einer der erfolgreichsten deutschen Kompositionen.
Deutsche Popmusik auch in Zukunft erfolgreich
In den etwa 60 Jahren ihres Bestehens, legte die deutsche Popmusik eine rasante Entwicklung zurück. Besonders interessant war die Entwicklung in beiden deutschen Staaten. Während im Westen Deutschlands lückenlos amerikanische oder britische Vorbilder kopiert werden konnten, war dies in der ehemaligen DDR so gut wie nicht möglich. Die Popmusik wurde dort als Musik des “Klassenfeindes” betrachtet. Durch diese, von der Politik auferlegten Zwänge, entstand eine völlig eigene Popmusik des Ostens. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 verschwinden immer mehr politisch bedingte Einflüsse aus der Musik. Popbands aus dem Osten stehen heutzutage ihren Kollegen im Westen in nichts nach. Die Neue Deutsche Welle in den 70ern trieb die Entwicklung deutscher Popmusik mit voran. Jedoch war sie, nach der Meinung einiger Musikexperten, nur eine Modeerscheinung. Diese gibt es viele in der modernen Popmusik. Somit ist die Popmusik immer neueren Entwicklungen unterworfen und wird von Jung und Alt gleichermaßen geliebt.
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