Die Entstehung der deutschen Popmusik

Die Popmusik entstand etwa Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie vereinigt in sich Einflüsse des Blues, Rock ‘n Roll und der Beatmusik. Ebenfalls sind folkloristische Einflüsse der jeweiligen Länder vorhanden. Deutsche Popmusik entstand insbesondere auf Grundlage amerikanischer und englischer Einflüsse. Sie stellte schon sehr bald eine ernsthafte Konkurrenz zum deutschen Schlager dar.

Mit dem Blues fing alles an

Der Blues kann getrost als die Mutter oder der Vater der modernen Musik bezeichnet werden. Ende des 19. Jahrhunderts entstand in den USA der Blues als eine Art Protestmusik. Die verschiedenen Formen prägten sich aus und wurden ständig weiterentwickelt. Die weiße Bevölkerung der USA bevorzugte die Country Musik. Als in den 50er Jahren Elemente des Blues mit Elementen des Country verschmolzen wurden, galt dies als musikalische Revolution. Der Rock ‘n Roll entstand als eine Musikform, die – erstmals in der Geschichte Amerikas – die Rassenschranken zwischen Schwarz und Weiß sprengte. Die Entwicklung des Rock ‘n Roll wurde besonders von Musikern wie Chuck Berry, Little Richard oder auch Elvis Presley vorangetrieben. Letzterer sorgte für einen enormen Hype und trug maßgeblich dazu bei, dass die „weiße“ Countrymusik mit dem „schwarzen“ Rhythm and Blues verbunden wurde. Rock ‘n Roll war “in” und schwappte schon bald auch auf Europa über. Der in München geborene Österreicher Peter Kraus war einer der ersten deutschen Popkünstler der den Rock ‘n Roll für sich entdeckte und auch zu seiner Musik machte. Auch auf den Britischen Insel war Rock ‘n Roll in aller Munde: Die Amerikaner bekamen mit Tony Sheridan und Cliff Richard weitere ernsthafte Konkurrenz.

Grundlegende Wandlungen im Sound

Anfang der 60er tauchte plötzlich eine Band am Pophimmel auf, welche die Popgeschichte maßgeblich revolutionieren sollte. Die Beatles aus dem englischen Liverpool, schafften ausgerechnet in der deutschen Stadt Hamburg einen sensationellen Durchbruch und halfen somit auch der deutschen Popmusikszene gehörig auf die Sprünge. Es dauerte auch gar nicht lange, bis in Deutschland neue Popgruppen buchstäblich wie Pilze aus der Erde schossen: Die Rattles waren eine der ersten. Allmählich vollzog sich – neben der Entwicklung des deutschen Schlagers – eine Entwicklung der deutschen Popmusik. Der Sänger und Komponist Drafi Deutscher versuchte Elemente des Beats in seine, bis dahin recht schlagerhaften, Titel einzubringen und war damit megaerfolgreich. Mit dem Titel “Marmor, Stein und Eisen” schuf er einen richtigen “Gassenhauer” der nun schon, über Generationen hinweg, junge und alte Fans gleichermaßen begeistert. Vor allem zwei Tendenzen wurden bei der deutschen Popmusik deutlich. Zum einen waren dies modernisierte Schlager und zum anderen richtige rockige Titel. Ende der 70er Jahre tauchte mit Frank Farian ein wahres Genie am deutschen Pophimmel auf. Sein Titel “Rocky” wurde einer der erfolgreichsten deutschen Kompositionen.

Deutsche Popmusik auch in Zukunft erfolgreich

In den etwa 60 Jahren ihres Bestehens, legte die deutsche Popmusik eine rasante Entwicklung zurück. Besonders interessant war die Entwicklung in beiden deutschen Staaten. Während im Westen Deutschlands lückenlos amerikanische oder britische Vorbilder kopiert werden konnten, war dies in der ehemaligen DDR so gut wie nicht möglich. Die Popmusik wurde dort als Musik des “Klassenfeindes” betrachtet. Durch diese, von der Politik auferlegten Zwänge, entstand eine völlig eigene Popmusik des Ostens. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 verschwinden immer mehr politisch bedingte Einflüsse aus der Musik. Popbands aus dem Osten stehen heutzutage ihren Kollegen im Westen in nichts nach. Die Neue Deutsche Welle in den 70ern trieb die Entwicklung deutscher Popmusik mit voran. Jedoch war sie, nach der Meinung einiger Musikexperten, nur eine Modeerscheinung. Diese gibt es viele in der modernen Popmusik. Somit ist die Popmusik immer neueren Entwicklungen unterworfen und wird von Jung und Alt gleichermaßen geliebt.

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Der Boom der Castingshows

Das kennen wir doch alle: Wir sitzen nach einem anstrengenden Arbeitstag auf der heimischen Couch, die Fernbedienung in der Hand, auf der Suche nach einem guten Programm im Fernseher. Dies soll uns unterhalten, in Stimmung bringen oder einfach dafür sorgen, dass wir den ganzen Alltagsstress für einen kurzen Augenblick hinter uns lassen und entspannen können. Castingshows sind da immer wieder gern konsultierte Sendungen.

Bewerbe sich, wer kann

Heutzutage kann man im deutschen Fernseher von einem nicht genug bekommen: Castingshows. Jeden Abend sitzen Jung und Alt vor dem Fernseher und es läuft mindestens eine Show, in der Menschen versuchen, durch ihr künstlerisches Können bzw. Talente, das Publikum und vor allem die Jury zu begeistern. Dies tun sie um sich Geld und Anerkennung zu verdienen und/oder um sich einfach mal beweisen zu können.

Große Bandbreite

Die Bandbreite reicht von ” DSDS “,” Das Supertalent ” bis hin zu ” The Voice of Germany ” oder ” Let‘s Dance “, bei denen Bewerber durch einstudierte Tanzeinlagen ihr Können zu zeigen versuchen. Die Jury scheut keine Kritik, das Publikum ist wachsamer denn je und hat keine Bedenken oder ein schlechtes Gewissen dabei, wenn es eine “untalentierte” Person mit Ihren Rufen von der Bühne jagt. In solchen Castingshows sehen die Bewerber einen “Recall” oder ein “Du bist mit dabei” als die größte Chance ihres Lebens. Mag es deshalb sein, weil sie teils aus einem sozial schlechteren Umfeld kommen oder nur deshalb, weil sie sich allen Leuten gegenüber beweisen wollen und für ein paar Minuten oder des Rest ihres Lebens Anerkennung erlangen wollen.

Castingshows – der Durchbruch fürs Leben?

Castingshows polarisieren, manch einer hält sie für unangebracht, andere lieben sie. Fest steht, dass das die TV-Anstalten bis jetzt noch nie so viel Umsatz gemacht haben, wie mit der Ausstrahlung solcher Sendungen. Die Einschaltquoten schnellen in die Höhe, die Zuschauer sind gut unterhalten und amüsieren sich über Lob und Kritik, die die Juroren von sich geben. Hinzu kommt noch, dass sich Zuschauer jüngerer Altersgruppen meistens den Bewerber aussuchen, zu dem sie aufschauen können – ob dieses Vorbild gut oder schlecht ist, kann nicht beurteilt werden. Doch steht auch fest, dass sich jüngere Menschen aufgrund solcher Castingshows auch dazu animiert fühlen, eines Tages auch mal in so einer Sendung mitzumachen, welche den großen Durchbruch versprechen soll. Das alleinige Anschauen der Shows genügt aber noch lange nicht. Am nächsten Tag werden die lustigsten und meistens peinlichsten Bewerber durch Youtube und Co. in die Welt geschickt, wo sie noch einmal denjenigen ihre Talente zeigen können, die keine Möglichkeit hatten, die Show zu verfolgen.

Das Glück auf der Bühne

Es ist festzuhalten, dass man solche Castingshows auch weiterhin ausstrahlen wird, solange der Gedanke vom großen Durchbruch in den Köpfen der Menschen noch fest verankert ist. Den Sendern fehlt es weder an Bewerbern noch Juroren, denen die Kritik ausgeht.

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Crossover – Entwicklung in der Musik

In der heutigen Zeit lässt sich kaum noch eine Band einer speziellen Musikrichtung zuordnen, denn meistens werden verschiedene Stilrichtungen angesprochen, ohne sich dabei auf nur eine allein zu versteifen. Das Gute daran: Das sogenannte Crossover spricht verschiedene Zielgruppen an und ist somit für ein breiteres Publikum geeignet.

Der Ursprung des Crossover

Wie man anhand des Namens, der im deutschen Überschneidung oder Kreuzung, vielleicht erahnen kann, stammt der Begriff aus Amerika und begann mit der deutlichen Abgrenzung der verschiedenen Musikrichtungen im Jahre 1942. Damals wurde Musik produziert, die ihre genauen Zielgruppen hatte. Nach einiger Zeit stellte man allerdings fest, dass die Gruppen nicht mehr so unterschiedliche Geschmäcker hatten, weshalb man versuchte Musikrichtungen zu mischen, die allen gefielen. So schafften es viele typische Bluesinterpreten auch in die Popcharts, weshalb eine Welle an Crossover-Songs ausbrach. Es begann damit, dass viele “typisch schwarze” Lieder gecovert wurden und mit verschiedenen Musikstilen vermischt wurden. Bald konnte man, ähnlich wie in der heutigen Zeit, keine genaue Musikrichtung mehr bestimmen, wenn man zum Beispiel einen Song im Radio gehört hat.

Bedeutung für die Musik

Die Crossoverrichtung spielt in der Musik eine große Rolle, denn dadurch hat man sich gelöst, Lieder nach verschiedenen Genres zu ordnen. Zudem bekam die Musik eine riesige Spannbreite, so dass man sich nicht mehr auf spezielle Musikinstrumente und Klänge spezialisieren musste. Mit dem Crossover bekam die Musikbranche viel mehr Freiheiten ihre Kreativität auszuleben und sich nicht an gegebene Richtlinien zu halten. Die Musik wurde dadurch beliebter, da man sich als Zuhörer nicht auf eine Stilrichtung beschränken musste, sondern einfach das hören konnte, was einem gerade gefiel. So wurde im Handumdrehen ein großes Publikum angesprochen und der Umsatz an verkauften Platten stieg an. Heutzutage kann man allerdings nur noch wenige Musiker prinzipiell dem Crossover zuschreiben, einfach aus dem Grund weil es fast selbstverständlich für Bands und Sänger ist, sich nicht nur auf eine Richtung zu versteifen.

Crossover – die wahre Musik

Auch wenn man nun keine genaue Zuordnung von Musik mehr tätigen kann, kann man sagen, dass es kaum noch ein Lied gibt, dass nur eine Stilrichtung anspricht. Die Musiker experimentieren gerne und durch die Vermischung verschiedener Richtungen, entstehen immer wieder neue Stile, die ein breites Publikum ansprechen und sich somit nicht an eine einzige Zielgruppe richtet. Man kann fast sagen, dass die Crossoverrichtung die Ketten gesprengt hat, die damals jeden Musiker dazu veranlasst hat, sich nur einer einzigen Musikrichtung zu verschreiben. Heute kann jeder genau das hören, was er mag und durch die Kreuzung der unterschiedlichen Stilrichtungen kann man sicher sein, dass immer wieder neue, tolle Lieder entstehen werden.

Bild: Peter Heckmeier – Fotolia

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Die Musiknation Kanada

Wer an Kanada denkt, dem fallen unberührte Natur, endlose Wälder und stille Seen ein. An eine erfolgreiche Musiknation denkt man erst mal nicht. Doch warum eigentlich nicht? Bands wie Arcade Fire und Billy Talent sind weltweit bekannt. Und die Musikszene Kanadas hat noch weit mehr zu bieten.

Kreative Vielfalt Kanadas

Das flächenmäßig zweitgrößte Land ist ein klassisches Ziel für Auswanderer und gerade diesem Umstand ist es zu verdanken, dass verschiedene Kulturen die Musikszene belebten, veränderten, durchmischten, wie in keinem anderem Land. Es scheint kaum eine Stilrichtung zu geben, die es in Kanada nicht gibt. Die wohl bekanntesten Ikonen der Nation sind die Band Godspeed You! Black Emperor – die Väter des Post-Rock, die Folk-Jazz-Sängerin Joni Mitchell, die Country-Pop-Sängerinnen Shania Twain und K.D. Lang, die Jazzgrößen Diana Krall und der 2007 verstorbene Oscar Peterson. Zudem gab es bis 1982 den klassische Pianist und Organist Glenn Herbert Gould und nicht zuletzt, die Senkrechtstarter der vergangenen Jahre in den Indie-Rock-Himmel, die Band Arcade Fire. Möglich machte den Erfolg auch die Politik, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, sah man sehr früh ein, dass eine Förderung einheimischer KünstlerInnen durchaus Sinn macht. Zuletzt wurde die Quote, die den Anteil kanadischer Musik in den Radioprogrammen festlegt, im Jahre 1998 auf 35 % erhöht.

Musik Mekka Montreal

Montreal war Mitte der 1990er Jahre eine Stadt, die durch Armut und soziales Ungleichgewicht geprägt war. Die damit einhergehenden niedrigen Mieten und allgemeinen Lebenshaltungskosten zogen, unter anderem, viele KünstlerInnen an, und diese belebten das Stadtbild nachhaltig. Es entstand eine neue Musikkultur in der Stadt und die MusikerInnen investierten ihre wenigen hart erspielten Kanadischen Dollar wiederum vor Ort und ermöglichten so den Aufbau einer kulturellen Infrastruktur. Der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft war gelegt. Heute ist Montreal noch immer das Musik-Mekka Kanadas und die heimliche Musik-Weltstadt. Unzählige große und kleine Festivals verschiedener Musikrichtungen finden hier ein breites Publikum und locken Festival-Touristen aus aller Welt in den Süden Kanadas. Die OpenAir-Saison beginnt im Juli mit dem Festival International de Jazz de Montréal mit über zwei Millionen Besuchern, gefolgt von den wilderen Headbangern beim Heavy MTL und findet im Herbst mit dem fünftägigem Festival Pop Montreal mit insgesamt ca. 300 Bands, seinen Höhepunkt und Saison-Abschluss.

Die Zugabe

Wie kaum ein anderes Land ist Kanada so geprägt durch die unterschiedlichen Kulturen der Einwanderer. Für die Musik hat dies eine belebende, kreative und experimentelle Wirkung auf die Stilrichtungen und Klänge. Es gibt kaum einen Musikgeschmack, den die kanadische Szene nicht bedienen kann. Und (fast) jedem Stil sein Festival: die Jazz-Liebhaber kommen beim Vancouver International Jazz Festival und Festival International de Jazz de Montréal auf ihre Kosten, die Folk-Musik-Fans beim Vancouver Folk Music Festival, Cowgirls und -boys beim Big Valley Jamboree – Country Musik-Festival in Camrose, Alberta und die Rock/Pop- und Metal-Fans beim Heavy MTL und Festival Pop Montreal. Weitere unzählige kleinere Festivals und Konzertreihen erwarten ihr Publikum.

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Die Bedeutung der 60er und 70er in der Musik

Jedes Jahrzehnt wird im Rückblick auf die Geschichte stets mit kulturellen Bewegungen, einschneidenden Ereignissen oder ähnlichen Besonderheiten jener Zeit in Verbindung gebracht, die ihm seinen individuellen Charakter verleiht.


Der Beginn des 20. Jahrhunderts stand im Zeichen des industriellen Fortschritts, die folgenden beiden Jahrzehnte waren geprägt vom ersten Weltkrieg und Sorglosigkeit der 20er Jahre. Einige Jahre später hatte sich die Welt enorm geändert, so standen die 60er für die große Revolution und die 70er gelten bis heute als das Jahrzehnt der Discomusik.

Die wilden 60er

Grundsätzlich muss man erwähnen, dass es die amerikanische Jugendkultur war, die den entscheidenden Einfluss auf die europäischen Länder ausübte. In den 60er Jahren wurde all das in Frage gestellt, was überhaupt angezweifelt werden kann. Allem voran waren es die gesellschaftlichen Moralvorstellungen wie z. B. die grundsätzliche Definition von Anstand sowie sexuelle Scham und Enthaltsamkeit. Scott McKenzie sang den “Soundtrack” zur Generation der Liebe, zu der sich die Jugend der westlichen Welt erklärte. Die Rolling Stones brachten die Lage vieler Teenager mit “Mother’s Little Helper” auf den Punkt. Die Beatles sorgten für gute Laune unter den Rebellierenden, setzten völlig neue Maßstäbe für die Popkultur, die sich gerade entwickelte, und revolutionierten nebenbei die gesamte Musikwelt. Die Rolling Stones und die Beatles waren es auch, die neben musikalischen Trends auch die modischen setzten. Pilzköpfe waren angesagt, die neue Moral ließ kurze Röcke zu und die Stones inspirierten zu klaren Worten zu Tabuthemen. Die 60er bildeten wahrscheinlich das Jahrzehnt, auf das die Musik den bedeutendsten Einfluss in der Geschichte hatte.

Die Menschheit feiert Multikulti in den Clubs in dieser Welt

Nachdem man in den 60ern gern die vermeintlich neu geschaffene Freiheit im Freien genoss und Festivals feierte, zog es die Menschen in den 70ern in die Clubs und Diskotheken. Mit den politischen Systemen der Welt hatte man sich abgefunden und nun lautete die Devise, die neu definierte Moral beizubehalten und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Bunt, schrill und hemmungslos: So musste ein gelungener Abend aussehen und die Musik in dieser Zeit kam nicht nur aus den USA. Die in Deutschland produzierte Band “Boney M.” und die schwedische Popgruppe “ABBA” ließen die Menschen tanzen, singen und stattete sie auch modisch neu aus. Der Afro-Lockenkopf war ebenso beliebt wie die Schlaghosen und bunten Outfits, die die Musiker auf der Bühne trugen. Besonders herausragend war in dieser Zeit die Rolle der Schwulen und Lesben, die, nicht zuletzt aufgrund der großen Rebellion der 60er, so offen und selbstbewusst wie nie zuvor in der Disco-Gesellschaft vertreten waren und spätestens 1978 mit “YMCA” von “Village People” endgültig in der Musikszene fest integriert waren.

Fazit: Musik verbindet

Betrachtet man die kulturellen Entwicklungen der 60er und 70er Jahre ,erkennt man, dass es gerade die musikalischen Stile waren, die diese Jahrzehnte in besonderer Weise prägten. Eine große Interaktion zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und musikalischen Einflüssen fand stets statt. Diese beiden Elemente bildeten quasi eine Symbiose. Die Gesellschaft gab vor, was in den Texten der Musik erwähnt werden sollte und die Musik lieferte dem gesellschaftlichen Fortschritt seinen Feinschliff mit neuen Rhythmen, Beats, Sounds und einem neuen Image. Um dieses Kapitel internationaler Musikgeschichte abzurunden, kann man eigentlich nur Friedrich Nietzsche zitieren, der sagte: “Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum”.

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Diese Musicals schrieben Geschichte

Musicals begeistern schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Mit der Mischung aus Tanz, Musik und Schauspiel können sowohl Kinder als auch Erwachsene etwas anfangen. Auf der ganzen Welt gehören Musicals mittlerweile zu den beliebtesten Kulturaktivitäten. Doch nicht nur die neuen Stücke können Besucher anlocken, vor allem Neuauflagen von bekannten älteren Musicals verbuchen Besucherrekorde.

Liebesschwüre und Erlösung

Zu den Dauerbrennern unter den Musicals gehört seit der Erstaufführung im Jahr 1981 in London auch das Musical “Cats” aus der Feder von Andrew Lloyd Webber. Erzählt wird die Geschichte von mehreren völlig unterschiedlichen Katzen, deren Ziel es ist, in den Katzenhimmel aufsteigen zu dürfen. Dem Musical “Cats” gelang es weltweit, Besuchermassen in die Theater zu locken. Seine Deutschlandpremiere feierte das Musical im Jahr 1986 in Hamburg, wo es fast 15 Jahre lang aufgeführt wurde. Andrew Lloyd Webber komponierte darüber hinaus zahlreiche weitere Musical Hits wie zum Beispiel “Phantom der Oper”, “Jesus Christ Superstar”, “Starlight Express” und “Evita”, die ebenfalls überall großen Anklang fanden. Auch die Liebesgeschichte “West Side Story” gehört zu den berühmtesten Musicals. Uraufgeführt wurde das von Leonard Bernstein komponierte Stück im Jahr 1957 in New York. Elf Jahre später wurde “West Side Story” zum ersten Mal in Wien aufgeführt. Das Musical erzählt die Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen aus rivalisierenden Banden und basiert auf der Shakespeare Tragödie „Romeo und Julia“. Nur wenige Jahre später war das Musical bereits so erfolgreich, dass eine Filmadaption durchgeführt wurde. Leonard Bernstein komponierte auch die Musik für in Europa weniger bekannte Musicals wie “On The Town”, “Wonderful Town” und “Candide”.

Hippies und High School Schüler

Zu den bedeutendsten Musicals der vergangenen Jahrzehnte gehörte auch das Musical “Hair”. Die mitreißende Geschichte der Hippie-Bewegung um Liebe und einen jungen Mann, der sich für oder gegen den Vietnamkrieg entscheiden muss, zog Musicalliebhaber weltweit in ihren Bann. Schon kurz nach der Uraufführung im Jahr 1968 am Broadway folgten unzählige Aufführungen außerhalb der USA. Knapp zehn Jahre nach der Uraufführung wurde das Musical verfilmt und fand auch im Kino großen Anklang. In die Riege der erfolgreichsten Musicals reiht sich auch “Grease” ein. Das Musical erzählt eine Geschichte um Liebe, Enttäuschung, Eifersucht und Emotionen. Bereits als Musical konnte “Grease” zahlreiche Preise gewinnen, noch bekannter wurde es jedoch nach der Verfilmung mit John Travolta im Jahr 1978. Am Broadway wurde das Musical 1972 uraufgeführt und wurde danach sieben Jahre lang gespielt. Seit 1993 wird eine Neuinszenierung von “Grease” im Londoner Westend aufgeführt.

Meisterwerke bleiben in Erinnerung

Musicals begeistern seit Jahrzehnten wahre Zuschauermassen. Neuinszenierungen von Hair, Grease oder Cats und relativ neue Musicals wie Tanz der Vampire, Mama Mia, König der Löwen oder Queen – We Will Rock You werden von Groß und Klein gerne gesehen. Zahlreiche Musicals wurden wenige Jahre nach dem Erfolg verfilmt und konnten so viele weitere Fans gewinnen. Egal ob Liebesgeschichten oder ernste Themen wie Krieg, die Mischung aus Tanz, Schauspiel und Musik erleichtert den Zugang. Nach wie vor ist die Faszination von Musicals ungebrochen und welche Meisterwerke die Musicals Cats, Hair, Grease oder West Side Story sind, kann man auch daran erkennen, dass sie nach Jahrzehnten immer noch gehört, gesehen und geliebt werden.

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Die Neue Deutsche Welle – ein Überblick

Eigentlich war es ein wirklich kurzlebiges Spektakel, doch dafür ist es noch heute für viele, auch jüngere Menschen, ein feststehender Begriff – die Neue Deutsche Welle. Zumeist fallen dazu Namen wie Trio und Nena, doch signalisierten ausgerechnet diese Bands schon wieder eher das Ende der ersten nennenswerten Musikbewegung in Deutschland.

Viele NDW Bands versuchten auch später, gerade Anfang der 2000er, nochmals ein Comeback, das dabei aber ebenfalls eher mäßig ausfiel. Einige Bands dieser Zeit überlebten, jedoch obwohl sie immer wieder der Neuen Deutschen Welle zugerechnet werden, kamen sie eigentlich eher im Anschluss. Dafür ist es unbestritten, dass die Neue Deutsche Welle der Wegbereiter für diese Bands wie Herbert Grönemeyer, BAP, aber auch die Toten Hosen, war.

Von New Wave zur Neuen Deutschen Welle

Mitte bis Ende der 1970er schwappt die New Wave Welle aus England nach Deutschland herüber. Mit ihr lassen sich Bands wie Clash, Talking Heads und Sex Pistols verbinden. Schnell wird das Thema von deutschen Bands aufgegriffen, doch aufgrund der Besonderheiten der deutschen Sprache – sie wirkt eckiger und kantiger als das weiche Englisch – entwickelt sich hier schnell ein eigener Stil. Kommerziell taucht der Begriff Neue Deutsche Welle dann erstmals im Musik-Magazin “Sounds” auf, als es darum geht, dass in einer Anzeige für Schallplatten DAF, die Deutsch Amerikanische Freundschaft, angepriesen werden soll und die Musikrichtung dabei als Neue Deutsche Welle kategorisiert wird. Nina Hagen, die ebenfalls schon vor der NDW Punkrock gemacht hat, erlebt nun auch ihre erste wirklich große Zeit. Selbst Künstler wie Udo Lindenberg profitieren von der Neuen Deutschen Welle, obwohl sie an sich eine ganz andere Botschaft transportieren. 1979/1980 war es nur die Musik, die anders interpretiert wurde. Sie wurde einfacher, abgehakter und Texte waren vom Inhalt her auch nicht wirklich wichtig. Im Prinzip konnte jeder, der etwas konnte – oder auch nicht konnte – seine Musik auf einen Kassettenrecorder aufnehmen, selbst vermarkten und als Neue Deutsche Welle branden. So spielten bei den Texten weder der Text noch die Grammatik eine große Rolle; je schräger, desto mehr NDW.

Schnell wurde NDW wesentlich kommerzieller

Die Minimalisierung beherrschte erst die Musik selbst, mittlerweile ebenso Bühnenauftritte. Viel weniger war oft mehr und wurde vom Publikum geliebt. Bands, die für die Anfangszeit der NDW stehen, sind DAF, Grauzone, Rheingold, die Neonbabies. Bald kommen Künstler und Bands wie Extrabreit, Fehlfarben, Ideal und Joachim Witt dazu. Die Musikindustrie wird immer aufmerksamer, da sie nach ersten zaghaften Vermarktungen, die eine unerwartet hohe Resonanz beim Publikum auslösen, großes Potenzial in der Bewegung sieht, dessen Bezeichnung Neue Deutsche Welle nun jeder Band aufgedrückt wird, die Deutsch und möglichst schräg singt. Das erste Mal überhaupt steht bei Jugendlichen und jungen Leuten deutsche Musik im Vordergrund. Die Plattenindustrie beginnt nun, 1981 und 82, den Begriff Neue Deutsche Welle massiv auszuschlachten und es werden immer neue Bands unter der Bezeichnung NDW auf den Markt geworfen. Die Musik wird nun mit Gruppen wie Hubert Kah, Markus und Nena wesentlich kommerzieller und auch das Schlagergenre wird von einigen Interpreten etwas umgeformt und nun als NDW gestempelt. Einen der großen Höhepunkte erlebt die Szene dann mit der Band Trio, die allen zeigte, wie man mit nur drei Akkorden und nicht wesentlich mehr Text erfolgreich werden kann.

Eintagsfliegen

Doch gerade wegen dieser extrem kommerziellen Vermarktung ist es schon 1983 so weit, dass der Markt völlig übersättigt und abgehört ist. Selbst Gruppen wie die Spider Murphy Gang aus München, die gar nichts mehr mit Punkrock zu tun hatten, zählen mit zur Neuen Deutschen Welle. Trotz der Schnelllebigkeit der Neuen Deutschen Welle hat diese heute noch eine prägende Wirkung. Seit der Neuen Deutschen Welle haben es deutsche Künstler einfacher, sich etablieren zu können, denn die NDW hat die deutsche Sprache als Musikersprache bei den jungen Hörern zur Akzeptanz geführt. Der bereits vor der NDW sehr bekannte Udo Lindenberg profitiert davon ebenso, wie BAP, die Toten Hosen, Herbert Grönemeyer oder die Ärzte. Als gegen Ende der 1990er das Kopieren und Neuauflegen alter Hits immer beliebter wird, versucht die Industrie auch ein Revival der Neuen Deutschen Welle, doch wirklich angekommen ist sie beim Publikum und Konsumenten nicht. So ist die Neue Deutsche Welle zwar eine Bewegung und eine Zeit gewesen, in der es umso besser war, je minimalistischer alles war, doch dafür hat sie die weitere Entwicklung der nachfolgenden 30 Jahre deutscher Musikgeschichte stark geprägt.

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